Wohnprojekte


Wohnen im Übergang
Wohnen im Übergang

Menschen mit Behinderung fällt es nicht immer leicht, sich zu verselbständigen, sich vom Elternhaus abzulösen, geeignete Wohnpartner zu finden. Manchmal fehlt es auch an der Vor­stellung, was ein selbstständiges Leben bedeutet oder was alles auf einen zukommt.

Betroffene Eltern möchten ihr „Kind“ gut versorgt und beschützt sehen oder sind sich vielleicht nicht immer über dessen alltags­praktische Fähigkeiten – d.h. im ganz normalen Leben zurecht­zukommen – im Klaren.

Das Konzept „Wohnen im Übergang“ ist eine Ergänzung zu unseren ambulanten Hilfsangeboten, soll praktische Erfahrung möglich machen, wenn der Schritt in die Verselbständigung zunächst zu groß erscheint.

Das Wohnprojekt bietet 5 jungen Menschen mit Lernschwierig­keiten den Start in ein möglichst selbstständiges und selbst­bestimmtes Wohnen in Frankfurt. Jedes Appartement ist mit einer Kochnische und einem barrierefreien Bad ausgestattet. Für gemein­same Treffen und größere Aktivitäten steht zusätzlich ein Gemeinschaftsraum zur Verfügung. Die Appartements befinden sich in den Räumlichkeiten eines Pflegeheims.

Der Verein KOMM Ambulante Dienste e.V. unterstützt die Mieter und Mieterinnen individuell auf ihrem Weg in ein weitestgehend selbstständiges Leben. Neben Gesprächen und der Begleitung bei lebenspraktischen Tätigkeiten (von Einkaufen bis Wäsche waschen) werden die jungen Menschen u.a. auch bei Behörden­gängen und bei der Arbeitssuche unterstützt. Darüber hinaus wird viel Wert auf Gemeinschaft und den Erwerb sozialer Kompetenzen gelegt. Die Mieter/innen entscheiden selbst über zukünftige Mitbewohner/innen.


Kooperationsprojekt Wohngemeinschaft für Menschen
mit umfassendem Hilfebedarf
Kooperationsprojekt Wohngemeinschaft für Menschen
mit umfassendem Hilfebedarf

Für junge Erwachsene, insbesondere mit schweren Behin­derungen, gibt es in Frankfurt am Main wenige Möglichkeiten,
so zu leben wie Gleichaltrige ohne eine Behinderung, z.B. in
einem normalen Wohnhaus, alleine, zu zweit oder in einer Wohngemeinschaft. Häufig bleiben ihnen nur zwei Wahlmög­lichkeiten: Das Wohnen bei Angehörigen oder das Wohnen in einem Heim.

Der CeBeeF e.V. und KOMM Ambulante Dienste e.V. bieten
hier mit der „Wohngemeinschaft für junge Erwachsene mit Behinderung“ eine Alternative an.

Wir möchten junge Erwachsene mit umfassenden Hilfebedarf dabei unterstützen, ihr Leben nach eigenen Wünschen, Fähigkeiten und Interessen zu leben und sie entsprechend fördern, damit sie aktiv und selbstbestimmt diesen Weg mit gestalten können.

Vier junge Erwachsene haben in der Wohngemeinschaft die Möglichkeit, zusammen zu wohnen, aber individuell zu leben:
Jede „Mieterin“ und jeder „Mieter“ verfügt über ein großzügiges Zimmer, teilweise mit Balkon. Es gibt ein gemütliches Wohn­zimmer mit Essbereich und offener Küche. Die barrierefreie Wohnung liegt im Stadtzentrum und die gute Anbindung an öffent­liche Verkehrsmittel ermöglichen flexible Mobilität und kurze Wege.

Unter dem Motto „Gemeinsam sind wir besser!“, haben sich der CeBeeF e.V. und KOMM Ambulante Dienste e.V. zusammen­getan, um mit einem breiten Angebot an Hilfen die Mieterinnen und Mieter jeweils nach ihrem eigenen Bedarf unterstützen zu können. Sichergestellt werden kann eine Rund-um-die-Uhr-Anwesenheit durch unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie eine persön­liche Unterstützung und Begleitung. Eltern und Angehörige haben die Möglichkeit, sich an der individuellen Ausgestaltung der Hilfen zu beteiligen.


Leben im Philosophicum
Leben im Philosophicum

Die Projektgruppe Philosophicum möchte das denkmalgeschützte Gebäude Philosophicum auf dem Campus Bockenheim für innovatives Wohnen und Arbeiten revitalisieren.

Anliegen ist es, in der Stadt Raum zu schaffen für ein lebendiges und solidarisches Miteinander von Menschen unterschiedlichen Alters, unterschiedlicher Herkunft und selbstverständlich auch für Menschen mit Handicaps.

KOMM e.V. ist in der Projektgruppe engagiert und Mitglied im Philosphicum – Verein, ebenso einzelne Kundinnen und Kunden des Betreuten Wohnens, die an einer aufgeschlossenen Nach­barschaft interessiert sind.

Die Projektgruppe Philosophicum will in dem Gebäude bezahl­baren Wohnraum für ca. 150 Menschen schaffen, sowie öffentliche Angebote für den Stadtteil entwickeln. Aufgrund der baulichen Voraussetzungen lässt sich das Gebäude barriere­frei ausbauen.

Ziel des Projektes ist es, „einen lebendigen nachbarschaftlichen Rahmen (zu) schaffen, der offen zum Stadtteil hin ist und in
dem die Bewohner/innen sich gegenseitig unterstützen. Das
Haus in diesem Sinne gemeinschaftlich zu nutzen beinhaltet für uns bezahlbaren Wohnraum zu schaffen in einer baulichen Lösung, die unseren Zwecken dient – und die ebenso gemein­schaft­lich finanziert wird. Im Rahmen von Etagenversammlungen und Vollversammlungen kann das Zusammenleben organisiert, gefördert und gemeistert werden“.

Auszug aus dem Nutzungskonzept, weitere Infos: www.philosophicum.org